SPERRSTUNDE STUTTGART

von Tobias Frühauf und Philipp Wolpert
Eine Koproduktion zwischen Tacheles und Tarantismus, dem Schauspiel Stuttgart, dem StadtPalais - Museum für Stuttgart und dem Pop-Büro Region Stuttgart

Wohin, wenn die Türen geschlossen sind? The End?! Verschiedene Nachtschwärmer*innen treffen zusammen. Rave! Ein Konglomerat aus schrillen Persönlichkeiten. Tanz! Ekstase und Rausch. Was sind unsere Geschichten?! Tanz! Mehr als nur Ausdruck. Person. Befreiung. Teaser einer Sehnsucht. Wir wagen einen Neuentwurf.

»SPERRSTUNDE STUTTGART« ist ein multimediales Theaterexperiment in den Grenzbereichen zwischen Schauspiel, Tanz, Party, Film, Kunstinstallation und Performance. Eine Kooperation zwischen dem StadtPalais – Museum für Stuttgart, den Theatermachern Tacheles und Tarantismus, dem Pop-Büro Region Stuttgart und dem Schauspiel Stuttgart.

Die Menschheit steht vor dem Abgrund der totalen Überforderung. Diversität im Nachtbunker. Verschiedene Personen treffen sich. Sie folgen der seltsamen Einladung eines Experimentalleiters und begeben sich in die Isolation des nie endenden Nachtlebens. Kann die große, ungesagte Utopie im Nachtleben existieren? Eine Menschenstudie liefert Antworten. Metaphysische Fragestellungen manifestieren sich im Tanz und in der körperlichen Erfahrung. Theater wird zum Klubraum und spielt mit den Widersprüchlichkeiten der nächtlichen Streifzüge, der Melancholie, Einsamkeit, Schicksalsergebenheit, dem Nihilismus des Exzesses und der Ekstase im Rauschzustand.

Am Abend des 30. Oktober 2020 verwandelt sich das Foyer des StadtPalais – Museum für Stuttgart ein ganzes Wochenende lang und ohne Unterbrechung in eine Klubraum-Installation. Während die Figuren und Grundgedanken der Inszenierung im Vorfeld festgelegt und dramaturgisch erschlossen werden, entstehen Texte (Tobias Frühauf) und Regie (Philipp Wolpert) durch das Theater-Duo Tacheles und Tarantismus live vor Ort.

Die Challenge für die Künstler*innen: In 48 Stunden arbeitet das Team am Film »SPERRSTUNDE STUTTGART« und orientiert sich an dem im Vorfeld entstandenen Drehbuchfragment.
Der Entstehungsprozess läuft als Livestream auf den Webseiten der beteiligten Institutionen und im Online-Spielplan der Nachtkritik. Die Grenzen zwischen Fiktion und Realität sind fließend. Alles entsteht live vor Ort im künstlerischen Flow eines Raves. Nächste Stufe des Projekts ist die Produktion eines Spielfilms.

Die Performances behandeln zum einen metaphysische Fragestellungen, die sich in einer körperlichen Erfahrung durch das Erlebnis und den Tanz manifestieren. Zum anderen wird Theater zur Clubraum-Installation.

Konzept & Idee:
Philipp Wolpert und Tobias Frühauf
Live-Regie: Philipp Wolpert
Live-Text: Tobias Frühauf
Technische Leitung: Manuel Sperber
Bildregie: Frank Buchhold, Klaus Ramma, Ulf Rabeneck
Kamera: Jürgen Höcht, Milo Wiersdorff, Matthias Landenberger, Titus Waldner, Raphael Hahn
Ausstattung: David Braschler, Tobias Frühauf und Philipp Wolpert
Grafik und Catering: Michele Aiello
Bar: Tobias Tabler
Regie-Assistenz: Sophie Mutschler/Niko Posthoff

Musik: DINA, Candy Pollard, Helmut Dubnitzky, Revision, Mic Moon und Onomatopoiea

Mit Jannik Mühlenweg, Johann Jürgens, Manon Pfrunder, Lena Schmidtke, Thea Rasche, Fabian Egli, Andreas Posthoff, Alexander Ilic, Anja Bothe, Friedrich von Borries (Impulsgeber), Susan Barth (Impulsgeberin), Gunnar Schwarm (Impulsgeber) und weiteren Gästen

Informationen, Stream und Besuch

Ort:
StadtPalais - Museum für Stuttgart in der Konrad-Adenauer-Straße 2, 70182 Stuttgart
Beginn: Freitag, 30.10.2020 um 18:00 Uhr
Ende: Sonntag, 01.11.2020 um 18:30 Uhr

Zum Spielplan/Stream:
https://www.schauspiel-stuttgart.de/spielplan/monatsplan/sperrstunde-stuttgart/3463/

Das gesamte Stück wird 48 Stunden live auf den Webseiten des StadtPalais Stuttgart, des Pop-Büros Region Stuttgart, des Schauspiel Stuttgarts und der Nachtkritik gestreamt.
Der Eintritt zur 48 Stunden Live-Performance im Foyer des StadtPalais ist zugänglich und kostenfrei. Bitte beachten Sie die allgemein geltenden Corona- Sicherheitsmaßnahmen im StadtPalais - Museum für Stuttgart. Zutritt nur mit Mund- und Nasenbedeckung möglich. Bitte haben Sie Verständnis, dass immer nur eine begrenzte Anzahl an Museumsbesucher*innen das Foyer betreten können. Wir regulieren den Zugang in zeitlichen Abständen und je nach Andrang.

»SPERRSTUNDE STUTTGART« ist ein interdisziplinäres Projekt, das in den Grenzbereichen aus Schauspiel, Musik, Performance und Videokunst agiert.
Es handelt sich um ein pandemiegerechtes Format, sämtliche Künstler*Innen, sowie das gesamte Technikteam haben sich eine Woche vor der Performance in häusliche Quarantäne begeben und sich kurz vor Beginn einer PCR-Corona-Testung unterzogen. Ein negatives Testergebnis ist die zwingende Anforderung für die Teilnahme an diesem Format.

Gefördert durch den Innovationsfond Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.